Deutscher Schäferhund (Schäfer- und Hirtenhunde)


Standard: etwas über mittelgroß (Schulterhöhe 55-65 cm), langgestreckt, kräftig, gut bemuskelt, lebhaft, aufgeweckt
• Kopf – trocken und zwischen den Ohren mäßig breit – entsprechend der Körpergröße, Stirn von vorn gesehen wenig gewölbt, mit schwach angedeuteter Mittelfurche, Oberkopf mit schräg verlaufenden, nicht scharf abgegrenztem Stirnabsatz und keilförmig zugespitztem, langen, trockenem Schnauzenteil, Fang kräftig, Lippen straff, trocken, gut schließend mit einem korrekten, vollständigen Scherengebiß, Nasenrücken gerade. Mittelgroßen Ohren hoch angesetzt und stehend getragen, nach vorn gestellt. Mittelgroßen Augen, mandelförmig, etwas schräg liegend, möglichst dunkel mit lebhaftem, verständigem Ausdruck
• mittellanger Hals kräftig, ohne Wamme, Brust tief, nicht zu breit, mit flachen Rippen und mäßig aufgezogenem Bauch, Rücken gerade und kräftig. Bis zum Sprunggelenk reichende buschig behaarte Rute, Gebrauchshund entsprechend lange schräge Schultern, flach anliegend und gut bemuskelt, Oberschenkel ziemlich lang, Hinterhand sehr gut entwickelt.
• vorrangig mit stockhaarigem Fell gezüchtet. Das so beliebte Langhaar, auch als Altdeutsche Schäferhunde bezeichnet, sieht man immer weniger. Er kommt in den Farben Schwarz, Grau, Rotgelb, Rotbraun entweder einfarbig oder mit regelmäßigen rotbraunen oder weißgrauen Abzeichen vor.

Info: stellt den Repräsentanten bester Auslesezucht für den Gebrauch als Schutzhund dar. Schon im 13. Jh. war er ein geschätzter Hof- und Hütehund. Als Ende 19. Jh. Hunde mit Stammbaum gezüchtet wurden, erkannte man den hohen Arbeitswert des Tieres, züchtete auch weiterhin auf Leistung und bewahrte ihn davor, als Luxushund zu verweichlichen. Interessant, daß im ersten deutschen Hundestammbuch von 1880 noch kein einziger Deutscher Schäferhund eingetragen ist. Im zweiten Band tauchen unter dieser Bezeichnung aus England importierte Collies auf. Erst zwei Jahre später wurden zwei Hunde schäferhundartiger Schläge vorgestellt, bis 1891 dauerte es, ehe der erste Standard aufgestellt werden konnte. Nun begann ein einzigartiger Aufschwung, obwohl bereits frühzeitig strenge Zuchtbestimmungen dafür sorgten, daß die Leistungsanlagen erhalten blieben und gefördert wurde. So entstand der als Schutz-, Polizei-, Sanitäts-, Blindenführ- und Fährtenhund – um nur einige Einsatzgebiete zu nennen – hervorragend geeignete vielseitigste Gebrauchshund. Er braucht keine besonderen Haltungsbedingungen, ist genügsam und arbeitsfreudig. Als Blindenhund ist er besonders geeignet, er liegt gut in der Hand und ist bei aller Kraft klein genug, um überall seinen Platz zu finden. Seit einigen Jahren wird er auch als Lawinenhund abgerichtet. Hündinnen sind anschmiegsamer, zärtlicher, oft aber auch unbestechlicher, ein starker temperamentvoller Rüde erfordert dagegen eine feste Hand. Bei richtiger Haltung ist der Schäferhund kinderlieb und duldsam gegen alles, was schutzbedürftig ist, bei falscher Haltung neigt er zum Wildern. Bei Schutzhundprüfungen I bis III kann das Tier zeigen, was es gelernt hat.

Deutscher Schäferhund